Sag, was du erlebst, was du brauchst, und wo heute Schluss ist: Ich merke, dass meine Stimme steigt. Ich brauche zehn Minuten Ruhe und komme danach zurück. Diese Form wahrt Würde, macht dich transparent und verhindert Eskalation. Sie entlässt niemanden, sondern hält den Rahmen, in dem ihr euch später respektvoll begegnen könnt. Kurz, freundlich, aber eindeutig.
Wenn du eine Pause willst, nenne eine Zeit: Lass uns um halb acht weiterreden. So fühlt sich der andere nicht verlassen, sondern gehalten. Diese kleine Verbindlichkeit senkt Alarm, weil klar ist, wann Kontakt wieder möglich ist. Dein Nervensystem mag Vorhersagbarkeit; es liebt konkrete Anker. Setze sie knapp, halte sie ein, und du stärkst Vertrauen in beide Richtungen.
Vereinbare vorab ein sanftes Zeichen, das eine Pause markiert: Hand aufs Herz, ein Wort, ein Blick zur Tür. Wenn es brenzlig wird, nutzt du eure Verabredung, gehst kurz raus und kommst wieder. So vermeidet ihr Türenknallen und Rückzug ohne Erklärung. Struktur ersetzt Dramatik. Nähe bleibt möglich, weil ihr die Pause als gemeinsame Kompetenz statt als Flucht versteht.
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